Eine Landingpage ist eine Zielseite, auf der Besucher nach dem Klick auf einen Link landen. Im Online-Marketing ist damit häufig eine Seite gemeint, die auf ein bestimmtes Angebot, eine Zielgruppe oder eine Kampagne abgestimmt ist. Sie soll passende Informationen liefern und einen nächsten Schritt ermöglichen, zum Beispiel eine Anfrage, einen Kauf oder eine Anmeldung.

Der Begriff beschreibt keine feste Gestaltung. Auch eine vorhandene Leistungs- oder Produktseite kann als Landingpage dienen. Im Anzeigenkontext bezeichnet Google Ads die Seite nach dem Anzeigenklick als Landingpage. Besucher können aber ebenso über einen Newsletter, einen Social-Media-Beitrag oder ein Suchergebnis auf eine Zielseite gelangen.

Landingpage, Startseite und Leistungsseite: Was ist der Unterschied?

  • Eine Startseite gibt meist einen Überblick über das Unternehmen und bietet verschiedene Wege zu Leistungen, Produkten und weiteren Informationen.
  • Eine Leistungsseite erklärt eine bestimmte Leistung, etwa Badsanierung oder Website-Wartung. Sie gehört häufig dauerhaft zur Website.
  • Eine gezielt gestaltete Landingpage richtet Inhalt und nächste Handlung auf ein konkretes Anliegen aus. Sie kann eine vorhandene Seite oder eine eigens erstellte Kampagnenseite sein.

Diese Funktionen können sich überschneiden. Eine gute Leistungsseite zur Badsanierung kann beispielsweise zugleich das Ziel einer passenden Anzeigenkampagne sein. Die allgemeine Startseite wäre für diesen konkreten Einstieg nur dann geeignet, wenn Besucher das angekündigte Angebot dort unmittelbar finden.

In Analysewerkzeugen ist der Begriff noch weiter gefasst: Im Landingpage-Bericht von Google Analytics zählt die erste aufgerufene Seite einer Sitzung als Landingpage. Dort kann deshalb auch ein Glossarartikel erscheinen, obwohl er nicht als Kampagnenseite gestaltet wurde.

Beispiel: Von der Anzeige zur passenden Anfrage

Ein Handwerksbetrieb möchte Anfragen zur Badsanierung gewinnen. Der Weg könnte so aussehen:

1. Anzeige

„Badsanierung in Heilbronn – Planung und Umsetzung aus einer Hand“

2. Landingpage

Die Seite erklärt das Angebot, zeigt passende Badprojekte und beschreibt den Ablauf von der Beratung bis zur Umsetzung.

3. Anfrage

„Beratung zur Badsanierung anfragen“ führt zu einem passenden Formular. Der Besucher erfährt, welche Angaben benötigt werden und wie es danach weitergeht.

Fiktives Beispiel: Anzeige, Zielseite und Anfrage greifen dasselbe Anliegen auf.

Würde die Anzeige stattdessen auf einer allgemeinen Übersicht zu Heizung, Sanitär und Reparaturen landen, müssten Besucher ihr Anliegen erst wieder suchen. Der Zusammenhang zwischen Anzeige und Zielseite ist deshalb wichtiger als ein bestimmtes Layout. Die Google-Ads-Hinweise zur Optimierung von Landingpages betonen passende Inhalte und leicht ausführbare Handlungen.

Was gehört auf eine Landingpage?

  • Ein verständlicher Einstieg: Die Überschrift greift das Angebot auf. Eine Hero Section kann Überschrift, kurze Einleitung und nächsten Schritt zusammenführen.
  • Informationen für die Entscheidung: Erklären Sie, was enthalten ist, für wen sich das Angebot eignet und welche Voraussetzungen oder Grenzen bestehen.
  • Nachvollziehbare Belege: Passende Referenzen, echte Produktansichten oder konkrete Arbeitsbeispiele helfen, das Angebot einzuschätzen.
  • Ein klarer Call-to-Action: Die Beschriftung nennt die Handlung, etwa „Beratung anfragen“ oder „Termin auswählen“.
  • Ein funktionierender Abschluss: Formular, Terminbuchung oder Kaufprozess müssen zur angekündigten Handlung passen. Eine Bestätigung erklärt, ob der Vorgang erfolgreich war und was als Nächstes passiert.

Die Reihenfolge und Länge richten sich nach dem Informationsbedarf. Ein erklärungsbedürftiges Angebot braucht häufig mehr Erläuterung als eine einfache Anmeldung. Prüfen Sie auf dem Smartphone, ob Text, Links und Formulare gut nutzbar bleiben. Mehr dazu erklärt Responsive Design.

Muss eine Landingpage ohne Navigation auskommen?

Nein. Eine reduzierte Navigation kann helfen, den Fokus zu halten. Besucher brauchen aber möglicherweise weitere Informationen zum Anbieter, zu Referenzen oder zu Bedingungen, bevor sie sich entscheiden. Welche Links sinnvoll sind, hängt vom Angebot und vom Anliegen der Besucher ab. Auch Google betont die Bedeutung einer hilfreichen Navigation auf Anzeigen-Zielseiten.

Ein klares Hauptziel bedeutet außerdem nicht, dass genau ein Button auf der gesamten Seite stehen darf. Auf einer längeren Seite kann dieselbe Handlungsaufforderung an passenden Stellen wiederholt werden. Unterschiedliche, gleich stark hervorgehobene Angebote erschweren dagegen möglicherweise die Orientierung.

Wie lässt sich der Erfolg einer Landingpage beurteilen?

Legen Sie vorab fest, welche Handlung für die Seite zählt. Bei einer Anfragekampagne ist ein Klick auf den Kontaktbutton zunächst nur ein Zwischenschritt; entscheidend sind erfolgreich übermittelte und inhaltlich passende Anfragen. Bei einer Anmeldung oder einem Kauf gelten entsprechend andere Ziele.

Die Conversion Rate setzt erfasste Zielhandlungen in Beziehung zu einer definierten Bezugsgröße. Vergleichen Sie Seiten bei gleicher Messweise und berücksichtigen Sie, aus welchen Quellen die Besucher kommen. Bei bezahlten Kampagnen sind außerdem die Kosten pro Anfrage und deren Qualität relevant. Wenige Besuche reichen nicht aus, um kleine Unterschiede zuverlässig zu bewerten.

Häufige Fragen zu Landingpages

Brauche ich eine eigene Landingpage oder reicht meine vorhandene Leistungsseite?

Prüfen Sie, ob die Leistungsseite das beworbene Angebot direkt erklärt und zur gewünschten Handlung führt. Für eine Anzeige zur Badsanierung kann eine gute Badsanierungsseite ausreichen. Eine eigene Seite wird interessant, wenn Sie etwa ein besonderes Beratungspaket oder eine andere Zielgruppe ansprechen und dafür abweichende Inhalte benötigen. Eine zusätzliche URL allein verbessert das Angebot nicht.

Können mehrere Anzeigen auf dieselbe Landingpage führen?

Ja, wenn die Seite die Erwartungen aus allen Anzeigen erfüllt. „Badsanierung aus einer Hand“ und „Komplettbad modernisieren“ können dasselbe Angebot bewerben. Eine Anzeige für einen Heizungs-Wartungstermin braucht dagegen passende andere Inhalte. Entscheidend sind Angebot und Anliegen der Besucher; für jede neue Anzeigenformulierung ist keine eigene Seite nötig.

Soll meine Landingpage bei Google auffindbar sein?

Soll die Seite langfristig passende Suchbesucher erreichen, sollte sie indexierbar sein. Eine nur für eine bestimmte Kampagne gedachte Variante können Sie von Suchergebnissen ausschließen, wenn sie dort bewusst nicht erscheinen soll. Setzen Sie Landingpages nicht pauschal auf noindex, nur weil Anzeigen darauf verweisen. Google muss eine Seite crawlen können, um die noindex-Anweisung zu erkennen; eine Sperre in der robots.txt ersetzt sie nicht.

Sie planen eine Zielseite für Ihr Angebot? Unter Landingpage erstellen lassen finden Sie unser Angebot zur Umsetzung.